
Nein, es war kein übliches Adventskonzert, das der Kronstädter Jugendbachchor in München gab. Wenngleich die bayerische Hauptstadt mit den Plakaten der Don-Kosaken-Chöre zur Adventszeit fast zugepflastert scheint und an allen Ecken und Enden adventlich und weihnachtlich jubiliert wird, so konnten die zahlreichen Zuhörer an diesem Dezemberwochenende einen Chor der Superlative erleben.
Adventskonzert des Jugendbachchors Kronstadt in der Johanneskirche. Foto:Oswald Kessler
Gleich nach den ersten Tönen konnten die Zuhörer am 5. Dezember in der evangelischen Johanneskirche, am 6. in der katholischen St.- Franz-Xaver-Kirche und am 7. im Haus des Deutschen Ostens einen Kammerchor erleben, von dessen Qualitäten man noch hören wird. Sie sangen deutsche, ungarische, rumänische und englische Weihnachtslieder, darunter Werke der siebenbürgischen Komponisten Paul Richter, Hans Peter Türk und Rudolf Lassel. Steffen Schlandt, der Dirigent des Chores, sagte vor jedem Stück einige Worte zum Werk und zum Komponisten.
Nicht nur die Homogenität der Stimmen, sondern auch das Engagement jedes einzelnen Sängers war vom ersten bis zum letzten Ton – der leider durch die Kälte der Jahreszeit etwas zu leiden hatte – bemerkenswert. Selbst die Artikulation war jedem deutschen, rumänischen oder ungarischen Weihnachtslied perfekt angepasst, man verstand jedes Wort. Die Sänger müssen sich ja in den Melos und Rhythmus jedes einzelnen Stückes einfühlen, und dieser ist jeweils bei diesen relativ kurzen Werken von der folkloristischen Herkunft abhängig. Wenn die vorgetragenen Weihnachtslieder (rumänisch Colinde) auch alle die fast gleiche Aussage beinhalten, so stellen sie doch verschiedene musikalische Kulturen dar. Und all diese wohnen seit Jahrhunderten äußerst schöpferisch und meist gegenseitig positiv aufbauend in Siebenbürgen nebeneinander. Selbst die acht Männerstimmen brillierten in ihrem Männerchor und füllten die Akustik des Raumes mit einer warmen Klangkulisse. Der lange anhaltende Beifall des zahlreich erschienenen Publikums war ein klares Signal für eine nächste Einladung nach München.
Die Konzerte waren als Begleitprogramm zur Fotoausstellung „Stillleben nach dem Exodus“ von Peter Jacobi durch die Kulturreferentin für Südosteuropa im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, die Siebenbürgisch-Sächsische Stiftung, den Mihai-Eminescu-Trust sowie den Verband der Siebenbürger Sachsen ermöglicht worden. (Franz Metz / Siebenbürgische Zeitung, 15. Dezember 2009)
Der Jugend-Bachchor der Honterusgemeinde Kronstadt/Rumänien feiert
sein 15-jähriges Bestehen und verbindet diese Feier mit einer
Benefizreise zugunsten der Renovierung historischer Instrumente in
Siebenbürgen. So gab er auch in der evangelischen Kirche in
Gottmadingen ein Benefizkonzert. Es war ein Konzert, das die Menschen
in der gut besuchten Kirche sprachlos und gerührt machte, bevor sie
dem Chor mit stehenden Ovationen dankten. Kein Chor im weiten Umkreis
könne das bieten, was die 20 Sänger und Sängerinnen unter der Leitung
von Steffen Schlandt präsentierten, war zu hören.
Steffen Schlandt hat an der Musikhochschule in Trossingen unter
Professor Manfred Schreier und in Würzburg studiert und leitet den
Chor seit vier Jahren, die sechs Jahre zuvor war es sein Vater der
Dirigent. Dieser wiederum war am selben Gymnasium in Kronstadt wie
Stefan Bretz, Ehrendirigent des Musikvereins Gottmadingen. Dass aber
das Konzert in Gottmadingen auf dieser Benefizreise mit Stationen wie
Zürich, Winterthur, Winnenden, Dresden und Vöcklabruck überhaupt
zustande kam, verdankt das Hegauer Publikum Minne Bley, der Frau des
evangelischen Pfarrers Christian Link, die die Fäden zu Steffen
Schlandt bei seinem Orgelspiel in der Bösinger Bergkirche knüpfte.
Optisch war der Chor eine Augenweide in den mittelalterlichen
Kostümen; da stimmte die Zusammenstellung von Material und Farbe. Der
Chor besteht aus sieben Sopranstimmen, fünf Alt-, vier Tenor- und drei
Bassstimmen, begleitet von zwei Violinen und den Instrumenten Viola,
Violoncello und Kontrabass, an der Orgel Steffen Schlandt. Die Zugaben
waren a capella, da sich die Musikanten in den Chor einreihten. Die
Experten unter den Zuhörern waren begeistert von den achtstimmig
gegebenen Darbietungen in der Musikskala vom Mittelalter bis zur
Moderne. Man hörte hochstehende Kirchenmusik, Werke aus Siebenbürgern,
unbekannte Kompositionen, die als Manuskript in der "Schwarzen Kirche
gefunden wurden. 1689 war in Kronstadt ein Stadtbrand und dabei wurden
die ganze Stadt und die Kirche geschwärzt.
Steffen Schlandt zeigte Lichtbilder von Orgeln aus dem 17. und 18.
Jahrhundert in Reps, Bistritz und Draas, die dringend restauriert
werden müssen. "Bei uns sind die Kosten lange nicht so hoch wie hier,
sieben Orgeln konnten schon mit unserer Unterstützung instand gesetzt
werden, sagte er.
Diletto musicale 2007: Erfolgreiches Benefizkonzert des Kronstädter Jugendbachchors
ww. Kronstadt - Sehr gut besucht war das Konzert, das am Sonntag im Rahmen der Musikreihe „Diletto musicale 2007“ in der evangelischen Kirche von Tartlau/Prejmer stattgefunden hat. Nicht nur im Hauptschiff, sondern auch in den beiden Seitenschiffen ist kaum ein Sitzplatz unbesetzt geblieben.
Im Programm stand Chormusik geistlichen Inhalts mit und ohne Instrumentalbegleitung. Die Protagonisten waren der Kronstädter Jugendbachchor (Leitung: Steffen Schlandt) sowie das (durch ein weiteres Cello und einen Kontrabass verstärkte) international erfolgreiche Gaudeamus-Streichquartett der Philharmonie Kronstadt/Brasov und der ebenfalls bestens bekannte Organist Eckart Schlandt (an der Stemmer-Truhenorgel und in einem Stück auch an der reparaturbedürftigen Tartlauer Emporenorgel).
Der erste Teil des Programms umfasste Musik aus dem Zeitalter des Barocks (17. und 18. Jahrhundert). Nur das fünfstimmige „Si bona suscepimus“ (Haben wir Gutes empfangen) des in Kronstadt geborenen Gregorius Ostermayer (etwa 1530-1572), das a cappella erklang, ist ein Werk älteren Datums. Den Anfang machten allerdings mehrere Werke von Heinrich Schütz: die Psalmvertonung „Lobe den Herrn, meine Seele“ für zwei Chöre sowie die Stücke „Der Pharisäer und der Zöllner“ und „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ aus „Drei biblische Scenen“. Diese sehr anspruchsvolle, aber auch sehr reizvolle Musik, ebenso die Kantaten „Warum toben die Heiden?“ von Gottfried August Homilius und „Alles, was ihr tut, mit Worten oder mit Werken“ von Dietrich Buxtehude stellten eine Herausforderung dar, der sich der junge, temperamentvolle Dirigent – der alle diese Stücke auswendig und sehr präzise dirigierte – und der von ihm angeleitete Klangkörper problemlos gewachsen zeigten. Zwischendurch stellte das Gaudeamus-Streichquartett sein Können mit zwei Sätzen aus einem Joseph-Haydn-Quartett (op. 20 Nr. 4) unter Beweis.
Bravourös meisterten die jugendlichen Sängerinnen und Sänger auch den kürzeren zweiten Teil des Konzertes, in dem Werke des 20. Jahrhunderts – mit einer Ausnahme für A-cappella-Chor – erklangen. Die Stücke „Personalia“ und „Quantitativa“ des Finnen Einojuhani Rautavaara waren amüsante Zwischenspiele, worauf noch mehrere Psalm- und Bibelvers-Vertonungen dargeboten wurden: von Valeriu Burciu (Psalm 23, „Domnul e pãstorul meu”), Hans Peter Türk (Johannes 1, 14, „Das Wort ward Fleisch“), Zsolt Gardonyi (8. Psalm) und Knut Nystedt (116. Psalm, „Laudate Dominum“). Ein sehr herzlicher, intensiver Schlussapplaus belohnte den Dirigenten, die nahezu 20 Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalisten für ihren nuancenreichen, ausdrucksstarken Vortrag.
Diese dritte Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Musikreihe „Diletto musicale“ war ein Benefizkonzert zugunsten der Restaurierung der wertvollen Prause-Orgel in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Bistritz. Anwesend war aus diesem Anlass eine Reisegruppe der Heimatortsgemeinschaft Bistritz – Nösen e.V. (Deutschland). Deren Vorsitzender Dr. Hans Georg Franchy dankte abschließend Steffen Schlandt für seinen Einsatz zur Rettung des wertvollen Instruments und überreichte ihm eine Ehrenplakette. Die Vertreter der HOG Bistritz überbrachten einen Betrag von 1400 Euro für die Orgelrestaurierung. Die Besucher des Konzertes in Tartlau spendeten ihrerseits mehr als 800 Euro für den gleichen noblen Zweck.
Radu Rădescu: Festival für Alte Musik . Miercurea Ciuc , 17 Juli 2007
Die Offenbarung des Abends war die „junge Fraktion” des Bachchores der Honterusgemeinde aus Kronstadt, welche vom Instrumentalensemble IL TRANSILVANO begleitet wurden. An der großen Orgel spielte Eckart Schlandt, vom Orgelpositiv dirigierte und spielte Steffen Schlandt, welcher das Ensemble mit Entschlossenheit leitete. Diese Vokalgruppe vermittelt Enthusiasmus, Freude am Singen und ein wohltuendes Gefühl der Glaubensverkündigung durch die deutsche Kirchenmusik aus 3 Jahrhunderten. Zu bemerken wären auch die Entdeckungen der Musikforschung in der Archiven der Schwarzen Kirche, welche hiermit viele selten gespielte und vergessene Stücke ans Licht bringt und diese durch die jungen Stimmen umso leuchtender erscheinen. Lutherische Kantaten in der Franziskanerkirche in Schomlenberg (Sumuleu)? Doch war nicht gerade dieser Gedanke die vereinende Idee des Vormittags? Somit ein voller Tag ! Und wir sind erst am Anfang .......
Konzertreise des Kronstädter Jugendbachchors ins Repser Ländchen
ww. Kronstadt - Weihnachten ist ein Fest der Freude, eine Zeit, in der die Menschen einander Freude bereiten. Dieser Gedanke mag den Kronstädter Jugendbachchor - 17 Jugendliche, Mädchen und Jungen - bewogen haben, in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr ins Repser Ländchen zu fahren und hier, in diesem kulturell vernachlässigten, unterversorgten Landstrich, mit ihrem Gesang Freude zu verbreiten.
Das erste Konzert war im Altenheim in Schweischer/Fiser angesagt. Diese Einrichtung besteht seit dem Jahr 1991. Ihr Träger ist die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien. Heimleiterin Ioana Hellwig und das von ihr angeleitete Personal betreuen zurzeit 22 Seniorinnen und sieben Senioren, die nicht nur aus dem Repser Ländchen und auch nicht nur aus Siebenbürgen, sondern aus dem gesamten Zuständigkeitsgebiet des Heimträgers stammen und nun ihren wohlbehüteten Lebensabend hier in Schweischer, in der Nähe von Reps/Rupea, verbringen.
Am Mittwochnachmittag fanden sich aber im Festsaal des Altenheims von Schweischer nicht nur dessen Bewohner, sondern auch Landsleute aus den umliegenden Gemeinden wie Deutschkreuz/Cris, Meschendorf, Radeln/Roades oder Stein/Dacia ein. Pfarrer Siegmar Schmidt (Reps), der für das Gebiet zuständig ist, begrüßte die Anwesenden, worauf der Jugendbachchor unter der Leitung von Steffen Schlandt ein abwechslungsreiches Programm mit deutschen Weihnachtsliedern und Weihnachtsliedern anderer Völker, aber auch zwei Choräle aus Bachs "Weihnachtsoratorium" darbot. Anschließend folgte ein gemeinsames Singen nach dem Prinzip des Wunschkonzertes: Aus dem Publikum wurden die Titel der gewünschten Weihnachtslieder laut, worauf alle zusammen, unter Zuhilfenahme des kirchlichen Gesangbuchs, das genannte Lied sangen, zum Schluss den beliebten "Quempas". Es folgte ein gemütliches Plauderstündchen bei Kaffee, Fruchtsaft, Striezel und Hanklich. Die Chormitglieder teilten jedem der Anwesenden ein Weihnachtspäckchen mit Obst und Süßem aus.
Ähnlich verlief am Donnerstagvormittag das Konzert in Deutschweißkirch/Viscri.
Das Kuratorenehepaar Walter und Caroline Fernolend hatte für das Wohlbefinden der Gäste vorgesorgt. Die Veranstaltung fand im heuer fertiggestellten "Seminarraum" im Ostturm der Deutschweißkircher Kirchenburg statt. Caroline Fernolend berichtete, dass die Sanierung des Ostturmes und weitere Arbeiten an der Kirchenburg durch die großzügige finanzielle Unterstützung des Erdgasförderunternehmens "Wintershall" ermöglicht wurden. Das noch nicht abgeschlossene Projekt wird von der Stiftung "Alba Eglesia" durchgeführt, deren Vorsitzende Caroline Fernolend ist. Der nunmehrige Seminarraum war früher, als der Turm nicht mehr Verteidigungszwecken dienen musste, als Schule genutzt worden.
Beim Konzert in Deutschweißkirch waren nicht nur Ortsansässige, sondern auch Gemeindeglieder aus Scharosch/Soars, Leblang/Lovnic und Seiburg/Jibert dabei. Pfarrer Dettmer Hinrichs (Leblang), der diese Ortschaften seelsorgerisch betreut, dankte dem Chor mit herzlichen Worten für seine Darbietung. Es folgte eine gemeinsame Besichtigung der Kirche. Bei dieser Gelegenheit erklang der "Quempas" abwechselnd in der ortsüblichen lateinisch-deutschen Variante wie auch in der im Gesangbuch (bei Nr. 21) notierten Fassung.
Die Konzertreise ins Repser Ländchen war vom Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart (ifa) finanziell gefördert worden. Übernachtet wurde (zweimal) in dem als Gästehaus eingerichteten ehemaligen Pfarrhaus von Hamruden/Homorod. Für den Jugendbachchor, der mehrere Kirchenburgen im Gebiet besichtigte, war es zugleich eine eindrucksvolle Bildungsreise.
Anlässlich dieser Reise entstand auch die CD "Lobsinget Gott, dem Herrn" mit Live-Mitschnitten aus den Konzerten des Jugendbachchors innerhalb der allsommerlichen Tartlauer Dilletto musicale-Reihe von 2005 und 2006. Die CD bietet einen guten Überblick über das Repertoire des Jugendchors, von dem hier Werke des Frühbarock bis zu solchen zeitgenössischer Komponisten zu hören sind. Neben a cappella-Stücken kommen einige mit instrumentaler Begleitung vor, die sich interessant und abwechslungsreich gestaltet, sei es die reine Orgelbegleitung durch Eckart Schlandt oder das in der guten Akustik der Tartlauer Kirche wie ein Orchester wirkende Gaudeamus Streichquartett der Philharmonie Kronstadt.
Zu Beginn erklingen die ersten Worte des 100. Psalms in der Vertonung von Mendelssohn-Bartholdy äußerst ansprechend, wie ein Signal: "Jauchzet dem Herrn alle Welt". Nach einer spannungsreichen Zäsur nimmt das Stück und damit die CD ihren Lauf. Ausschließlich geistliche Musik ist darauf zu hören, die aber in allen möglichen Varianten. Besonders schön sind die Ausschnitte aus Giovanni Battista Pergolesis "Stabat mater". Hier stellt der Chor unter Beweis, wie problemlos er mit Instrumenten zusammen musizieren kann und wie vielfältig seine Ausdrucksmöglichkeiten sind. Schnelle Passagen mit schwierigen Koloraturen, die umso halsbrecherischer im letzten Stück, "Amen, Lob und Ehre" von Georg Philipp Telemann, wiederkehren, werden mit großer Leichtigkeit vorgetragen, und man kann nur ahnen, dass schwere Arbeit dahinter steckt. Harmonische Herausforderungen werden mit Freude am dissonanten Klang und dessen Auflösung gemeistert, keine Spur von Unsicherheit, was widerspenstige Akkorde betrifft. Letzteres kann man v. a. auch in den modernen Stücken feststellen, die mit Knut Nystedt, John Rutter und Zoltan Gardonyi vertreten sind. Sie verdienen besondere Beachtung, weil sie nicht so bekannt sind wie Bach oder Schütz und auch für die Zuhörer ungewohnte Klänge bieten.
Der Norweger Komponist und Pädagoge Kurt Nystedt (* 1915) behauptet von sich selbst, dass er zwar experimentell und modern schreibt, dass seine Wurzeln aber dennoch in sehr alter Musik liegen. Das kann man auch im Stück "Peace I Leave with You" hören. In anderer Hinsicht eklektisch verhält sich der englische Kirchenmusikkomponist John Rutter (*1945), der Kadenzharmonik mit Jazz- und Gospelelementen kombiniert. Im "Lobgesang nach Psalm 45" des ungarischen Komponisten und bedeutenden Liszt-Forschers Zoltan Gardonyi (1906 - 1986) erklingen wunderbare modale Passagen im Unisono, die von einer anschließenden Auffächerung in zahlreiche Stimmen gekrönt werden.
Zur Auflockerung und Vielseitigkeit der CD tragen auch zwei rein instrumentale Momente bei. Steffen Schlandt spielt 10 Präludien, Phantasien und Fugen des Kronstädter Organisten und Pfarrers Daniel Croner (1656-1740) auf der Orgel. Etwas später erfreut das Gaudeamus Quartett mit dem Divertimento in D-Dur, KV 136 von Wolfgang Amadeus Mozart.
Die CD ist beim Pfarrbüro der Schwarzen Kirche erhältlich: Curtea Johannes Honterus Nr. 2, RO-500025 Brasov, Tel.: 0040/(0)268/511824, und kostet 20 RON, für Deutschland 10 Euro. Falls man gerade nicht in Kronstadt ist, kann man sie beim Chorleiter bestellen: steffen.schlandt (at) gmail.com. Sie haben noch kein Weihnachtsgeschenk für Ihre Lieben? Mit dieser CD wären Sie gut beraten. Und im nächsten Jahr wünschen wir uns dann eine Folge-CD z. B. mit weltlicher Musik oder einem thematischen Schwerpunkt.
Erschienen in der ADZ vom 10.12.2006
Der MGV Drabenderhöhe und der Jugendbachchor Kronstadt boten beim Benefizkonzert am 27. September in der voll besetzten evangelischen Kirche überragende gesangliche Darbietungen. Das Benefizkonzert wurde von der evangelischen Kirchengemeinde Drabenderhöhe und der Bistritzer Heimatortsgemeinschaft organisiert. Die eingesammelten Spenden sollen eine Restaurierung der Orgel in der Bistritzer Stadtpfarrkirche ermöglichen.
Bei der Orgel in der Bistritzer Kirche handelt es sich um ein wertvolles Instrument aus dem Jahr 1795, das von dem in Kronstadt wirkenden Orgelbauer Johannes Prause errichtet wurde.
Sowohl die Kirche als auch die Orgel sind seit Jahrzehnten einem deutlichen Verfall ausgesetzt. Die kleine Gemeinschaft der noch in Siebenbürgen lebenden Sachsen ist finanziell nicht in der Lage diesen Verfall zu stoppen.
Der Jugendbachchor, der mit einer Deutschlandtournee dazu beitragen möchte, dass die dringend erforderlichen Restaurierungsarbeiten an der Orgel durchgeführt werden können, wurde bereits 1993 gegründet, seither hat sich der kleine Chor stets gewandelt. Als Hilfe und Stütze des großen Bachchores hat sich der Jugendchor einen guten Namen gemacht und ist in zahlreichen Auftritten auch alleine in Erscheinung getreten.
Seit dem Jahre 2004 leitet Steffen Schlandt, der jetzige Leiter des Kronstädter Bachchores auch den Jugendchor. Der Chor hat ein Repertoire erarbeitet welches vier- bis achtstimmige geistliche und weltliche Vertonungen des Mittelalters bis zur Moderne enthält. Die rund 20 Mitglieder stammen 6 Konfessionen ab und sprechen 3 Muttersprachen.
In Drabenderhöhe wurden unter anderem Chorwerken von Händel, Schütz, Mozart und Telemann geboten. Neben Eckart Schlandt an der Orgel brillierte auch Klaus Philippi an der Oboe, der das Instrumentalstück Metamorphose I von Benjamin Britten darbot.
Übernommen von der Homepage Drabenderhöhe 27.09.2006